Allgemeines
Grundsätzliches
Piercings werden gerade in letzter Zeit immer beliebter, was sicherlich auch auf die stets wachsende Professionalität von Piercern, ihren Methoden und Räumlichkeiten zurückzuführen ist. Jedes Piercing kann attraktiv, erotisch und befriedigend sein, vorausgesetzt es verheilt ohne große Probleme. Dazu gehört nicht nur die fachgerechte Arbeit des Piercers, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein des Schmuckträgers.
Warum kann ich nicht gepierct werden?
Das Infektionsrisiko beim Piercing ist minimal, wenn steril und sauber gearbeitet wird, und vor allem die Pflege danach entsprechend ernst genommen wird.
Wozu muss man einen Dienstvertrag unterschreiben?
Der Dienstvertrag ist eine rechtliche Einwilligung in die Körperverletzung, die notwendig ist, um ein Piercing durchführen zu dürfen. Er schützt beide Seiten: die Kundin oder den Kunden durch umfassende Aufklärung und das Studio durch Haftungsausschluss bei unsachgemäßer Nachsorge. So wird sichergestellt, dass alle Risiken und Pflichten klar sind.
Welchen Schmuck kann ich verwenden?
Fremdschmuck kann eingesetzt werden, wenn er vom Piercer als geeignet beurteilt wird. Dieser wird vorher gründlich gereinigt. Empfohlene Materialien sind Titan, Niob, Platin, 18K Gold und Palladium. Unser Studio bietet eine große Auswahl an hochwertigem Schmuck, abgestimmt auf Material, Größe und Design für bestmögliche Heilung und Tragekomfort.
Wie pflege ich mein Piercing?
Nach dem Stechen erhält jede Kundin und jeder Kunde eine Pflegeanweisung. Darin sind alle Schritte und die benötigten Produkte genau erklärt. Die tägliche Pflege dauert etwa 30 Minuten und sollte sorgfältig durchgeführt werden. Alle Pflegemittel sind rezeptfrei in der Apotheke oder direkt bei uns erhältlich.
Was mache ich bei einer Infektion?
Bei korrekter Pflege ist eine Infektion sehr unwahrscheinlich. Sollte sich die Stelle dennoch entzünden, helfen wir im Studio gerne weiter. Außerhalb der Öffnungszeiten sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Typische Anzeichen einer Infektion sind Schwellungen, Schmerzen, Rötung oder Eiterbildung.
Warum ist ein Piercing so teuer?
Qualität und Sicherheit haben ihren Preis. Viele Billigangebote stammen von unprofessionellen Anbietern ohne Ausbildung. Unser Preis beinhaltet sterile Instrumente, Einwegnadeln, hygienische Räumlichkeiten und die Arbeit eines erfahrenen Piercers. Damit stellen wir eine sichere Durchführung und ein minimales Risiko für Komplikationen sicher – Ihre Gesundheit steht an erster Stelle.
Heilung
Wie lange dauert die Heilung eines Piercings?
Die Heilungszeit eines Piercings hängt stark von der Körperstelle und den individuellen Abwehrkräften ab. In der Regel dauert sie zwischen 3 und 9 Monaten. Während dieser Zeit sollte der Schmuck nicht entfernt werden. Bei Unsicherheiten oder Problemen helfen wir gerne persönlich weiter.
Wie hoch ist das Risiko einer Infektion nach dem Piercen?
Das Risiko einer Piercing-Infektion ist sehr gering, wenn steril gearbeitet und die Nachsorge sorgfältig durchgeführt wird. Häufige Ursachen für Entzündungen sind schmutzige Finger, ungeeignete Reinigungsmittel, falsche Schmuckgröße oder mangelnde Hygiene.
Kann ich meinen Piercingschmuck vorübergehend entfernen?
Piercingschmuck sollte während der ersten 3 bis 9 Monate nicht entfernt werden, da der Stichkanal schnell zuwachsen kann. Nur in Ausnahmefällen (z. B. Röntgenaufnahme) sollte dies nach Rücksprache erfolgen.
Warum sollte ich mein Piercing nicht zu oft reinigen?
Übertriebene Pflege kann die Heilung verlangsamen und die Haut reizempfindlich machen. Es reicht, das Piercing zweimal täglich sanft zu reinigen und anschließend trocknen zu lassen.
Pflege & Nachsorge
Wie kann ich mein Piercing richtig pflegen?
Die Piercingstelle sollte zweimal täglich mit Kochsalzlösung gereinigt und anschließend mit einem Wunddesinfektionsmittel wie Prontolind oder Octenisept behandelt werden. Schmuck danach leicht bewegen und an der Luft trocknen lassen.
Welche Pflege gilt für Zungen- und Lippenpiercings?
Mund- und Lippenpiercings sollten zweimal täglich mit einem antiseptischen Mundwasser (z. B. Meridol) gespült werden. Nach jedem Essen zusätzlich mit isotoner Kochsalzlösung spülen. Bei Lippenpiercings außen die Kruste entfernen und mit Prontolind behandeln.
Wie gehe ich bei einer Kruste am Piercing vor?
Krusten oder Ablagerungen immer erst mit Kochsalzlösung aufweichen, bevor der Schmuck bewegt wird. So werden Verletzungen und Reizungen der Haut vermieden.
Welche Produkte werden für die Piercingpflege empfohlen?
Empfohlen werden: Prontolind (Wunddesinfektion), Meridol (antiseptisches Mundwasser), Traumeel S (2× täglich unter der Zunge), sowie Kamillen- oder Salbeitee und Kochsalzlösung – jeweils frisch zubereitet.
Hygiene & Verhalten
Was sollte man nach dem Stechen eines Piercings vermeiden?
Während der Heilungsphase sollten Schwimmbäder, Solarien und Saunas gemieden werden. Auch Schaum- und Ölbäder sind tabu. Zudem sollte in den ersten Wochen auf oralen oder sexuellen Kontakt verzichtet werden, um Infektionen zu vermeiden.
Wie kann ich Infektionen beim Piercing vermeiden?
Achte auf saubere Hände, sterile Pflegeprodukte und die richtige Schmuckgröße. Kein Kontakt mit Schmutz oder Speichel in den ersten Wochen. Eine konsequente, aber sanfte Pflege ist der beste Schutz vor Infektionen.
Probleme & Komplikationen
Welche Anzeichen deuten auf eine allergische Reaktion beim Piercing hin?
Symptome wie Juckreiz, Rötung, Sekretabsonderungen oder eine Vergrößerung der Einstichstelle können auf eine allergische Reaktion hinweisen. Diese kann durch den Schmuck oder das Reinigungsmittel ausgelöst werden.
Woran erkenne ich eine Piercing-Infektion?
Eine Infektion zeigt sich durch Schwellungen, Schmerzen, starke Rötung und eitrige Absonderungen. In solchen Fällen sollte der Schmuck nicht sofort entfernt werden, da eine offene Wunde die Situation verschlimmern kann. Bei anhaltenden Symptomen bitte ärztlichen Rat einholen.
Was tun, wenn sich das Piercing nicht verbessert?
Wenn nach einigen Tagen keine Besserung sichtbar ist, sollte der Piercer oder ein Arzt aufgesucht werden. In seltenen Fällen können spezielle Pflegealternativen oder eine medizinische Behandlung notwendig sein.
Was tun, wenn ich unsicher bin, ob mein Piercing richtig verheilt?
Bei Unsicherheit oder Problemen kann jederzeit der Piercer kontaktiert oder ein Kontrolltermin vereinbart werden. Eine professionelle Einschätzung hilft, Komplikationen frühzeitig zu vermeiden.
Was sind die häufigsten Faktoren, die zu Problemen führen können?
Oralkontakt oder Berührung mit schmutzige Fingern. Benutzung eines Reinigungsmittels, auf das der Körper negativ reagiert. Ungenügende und/oder unsachgemäße Pflege. Falsche Schmuckgröße, oder allergische Reaktionen des Körpers auf den Schmuck.
Warum kann ein Piercing abgestoßen werden?
Manche Piercings werden vom Körper herausgeschoben oder abgestoßen. Ursachen sind Hautspannung, Reibung, Druck oder mechanische Belastung (z. B. Kleidung, Sicherheitsgurte). Das Herauswachsen ist meist schmerzlos, kann aber Narben hinterlassen.
Wie kann man das Herauswachsen eines Piercings verhindern?
Um ein Herauswachsen zu vermeiden, sollte das Piercing nicht gereizt oder gezogen werden. Eng anliegende Kleidung oder dauerhafter Druck sollten vermieden werden. Bei Problemen beraten wir gerne individuell.
Heilungszeiten nach Körperstelle
Face Dermal Anchor
ca.3 Monate
Bridge
ca.6 Monate
Augenbraue
12 Wochen
Lobepiercing
12 Wochen
Ohrknorpel
6-9 Monate
Nasenflügel
12 Wochen
Septum
12 Wochen
Lippe
12 Wochen
Lippenbändchen
12 Wochen
Zunge
2 Wochen -ca.3 Monate
Brustwarze
bis zu 9 Monate
Nabel
ca. 9 Monate
Heilungszeiten nach Körperstelle (intim Mann)
Prinz Albert
ca. 12 Wochen
Prinz Alber Returne
ca. 12 Wochen
Apadraya
ca. 6-9 Monate
Ampallang
ca. 6-9 Monate
Hafada (Hoden)
6-9 Monate
Pubic
ca.6-9 Monate
Frenum
12 Wochen
Heilungszeiten nach Körperstelle (intim Frau)
Clitoris Hood (Klitorisvorhaut)
12 Wochen
Kleine Labien
12 Wochen
Große Labien
ca. 9 Monate
Fourchette-Piercing
ca.12 Wochen
Christina- Piercing
ca 9 Monate
Triangel-Piercing
ca.3-6 Monate
Isabella- Piercing
ca. 6 Monate

